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Geschäfts- und Ertragslage der comdirect Gruppe

Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage

Gemessen am schwierigen Marktumfeld hat die comdirect Gruppe eine gute Geschäfts- und Ertragsentwicklung erreicht. Sie hat ihren Wachstumskurs fortgesetzt und sich in beiden Geschäftsfeldern noch besser aufgestellt.

Im Geschäftsfeld B2C konnten wir die Kundenzahl ebenso steigern wie das Depot- und Einlagenvolumen. Wir sind überzeugt, dass die Anleger auch künftig Wert auf die Qualität und die Ausstattungsmerkmale von Bankprodukten legen. Die Nettoinvestitionen der Kunden im Brokerage zeigen, dass wir dort mit dem Ausbau des Anlagespektrums und der Funktionalitäten ebenfalls den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Assets under Management erreichten im Berichtsjahr den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte.

Im Geschäftsfeld B2B hat ebase im letzten Jahr die Weiterentwicklung von der Fondsplattform zur B2B-Direktbank konsequent vorangetrieben. ebase verbindet die Leistungstiefe einer Fondsplattform mit der Leistungsbreite einer B2B-Direktbank und hat das Angebot noch stärker an die Anforderungen der unterschiedlichen Kundengruppen angepasst. Das zunehmend integrierte Angebot von Depot- und Kontoprodukten, eingebettet in das Branding des jeweiligen Partners, trifft die Bedürfnisse der von ebase definierten Zielsegmente und zeichnet den Weg für weiteres Wachstum vor.

Trotz verstärkter Wachstumsinvestitionen in der zweiten Jahreshälfte haben wir mit 92,3 Mio. Euro ein gutes Ergebnis erzielt.

Der Zinsüberschuss bewegte sich in etwa auf Vorjahreshöhe, doch hinterließen das historische Zinstief am Geldmarkt sowie sinkende Anleiherenditen im Jahresverlauf ihre Spuren. Mit dem seit Jahresmitte 2012 deutlich expansiveren Kurs der EZB, der mit einer Leitzinssenkung einherging, haben sich die Rahmenbedingungen für das Einlagengeschäft – auch mit Blick auf 2013 – nochmals verschlechtert.

Das Provisionsergebnis bewegte sich auf Höhe des langjährigen Durchschnitts, jedoch unterhalb des Ausnahmewerts 2011. Bei schwächer ausgeprägten Volatilitäten als im Vorjahr und weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich Staatsschuldenkrise und Konjunktur war die Orderaktivität unserer Kunden insgesamt rückläufig.

Die Vermögens- und Finanzlage der comdirect Gruppe ist unverändert solide. Dasselbe gilt für die Risikolage: Das Gesamtrisiko war rückläufig, die Limitauslastung zu jedem Zeitpunkt und über alle Risiken hinweg unkritisch. Auch das künftige Wachstum werden wir risiko- und renditeorientiert gestalten.

Soll-Ist-Vergleich ausgewählter Kennzahlen

      2011 Plan 2012 Ist 2012
Zinsüberschuss vor Risikovorsorge in Mio. €   150,8 leichter Anstieg 151,8
Provisionsüberschuss in Mio. €   182,6 - 166,4
Verwaltungsaufwendungen in Mio. €   232,1 - 236,7
Ergebnis vor Steuern in Mio. €   108,1 85 bis 90 92,3
Einlagenvolumen in Mio. € 31.12. 10.705 stabil 11.720
Kundenzahl B2C   31.12. 1.632.467 Anstieg 1.716.783
Mitarbeiterzahl   31.12. 1.148 leichter Anstieg 1.176

Geschäftsentwicklung

Kundenzahl und -zufriedenheit

Die comdirect Gruppe hat im Jahr 2012 insgesamt 124,7 Tsd. Kunden hinzugewonnen. Mit insgesamt 2,76 Mio. Kunden (Vorjahr 2,63 Mio. Kunden) zählt die comdirect Gruppe weiterhin zu den führenden Direktbanken in Deutschland.

Das Geschäftsfeld B2C hat die Kundenzahl um 84,3 Tsd. auf 1,72 Mio. gesteigert. Damit wurde der Wert des Vorjahres (73,5 Tsd.) übertroffen.

Ausschlaggebend hierfür waren zum einen verstärkte Marketingaktivitäten in der zweiten Jahreshälfte. 62 % der Netto-Neukunden wurden in diesem Zeitraum gewonnen. Die Markenbekanntheit von comdirect legte laut der aktuellen comdirect Marktforschungsstudie im Vergleich zum Vorjahr zu. Zusätzlich stieg die Bereitschaft der Befragten, Bankgeschäfte über comdirect abzuwickeln. Von Bedeutung ist darüber hinaus die sehr hohe und im zurückliegenden Jahr verbesserte Weiterempfehlungsbereitschaft der comdirect Kunden, die 2012 im Rahmen einer Kundenbindungsstudie erhoben wurde.

Zum anderen resultierte der sukzessive Ausbau des Leistungsspektrums in Banking und Brokerage in einer nochmals höheren Kundenzufriedenheit als im Vorjahr und einer entsprechend starken Bindung von Bestandskunden. Bereits 49 % der Kunden (Vorjahr 40 %) sehen bei comdirect einen spezifischen Vorteil gegenüber anderen Direktbanken oder Online-Brokern.

Die Produktdurchdringung lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Die Gesamtzahl der im Geschäftsfeld B2C geführten Wertpapierdepots, Girokonten und Tagesgeld PLUS-Konten wuchs um 9,3 % an und nahm damit erneut stärker zu als die Kundenzahl. Zum Jahresende 2012 führten wir für 52,5 % der B2C-Kunden ein Girokonto und für 78,3 % ein Tagesgeld PLUS-Konto.

Im Geschäftsfeld B2B erhöhte sich die Kundenzahl um 40,4 Tsd. auf 1.038,5 Tsd. Dazu trug vor allem die Übernahme der Depotführung für die Generali Investments Deutschland im ersten Quartal bei (s. Geschäftsfeld B2B). Im weiteren Jahresverlauf sorgten die anhaltend schwache Nachfrage nach Fonds sowie Kündigungen von Depots für vermögenswirksame Leistungen nach dem Auslaufen der entsprechenden VL-Verträge für eine leichte Abnahme der Kundenzahl.

Kunden der comdirect Gruppe zum 31.12.
Betreutes Kundenvermögen der comdirect Gruppe zum 31.12.

Der Anstieg des Kundenvermögens (Assets under Management) um 17,5 % auf 48,85 Mrd. Euro (Vorjahr 41,59 Mrd. Euro) beruhte auf Kurseffekten sowie auf Nettoinvestitionen der Kunden, die sich im Berichtsjahr auf 7,27 Mrd. Euro summierten. Das Depotvolumen legte auf 37,13 Mrd. Euro nach 30,88 Mrd. Euro im Vorjahr zu. Es verteilte sich auf 1,70 Mio. Wertpapierdepots – im Jahresvergleich eine Steigerung um 1,1 %.

Der Zuwachs des Einlagenvolumens um 9,5 % auf 11,72 Mrd. Euro (Ende 2011: 10,70 Mrd. Euro) geht auf die höhere Kunden- und Kontenzahl im Geschäftsfeld B2C zurück.

Ertragslage

Mit einem Ergebnis vor Steuern von 92,3 Mio. Euro hat die comdirect Gruppe im Berichtsjahr ihr Ergebnisziel operativ erreicht. Der Vergleichswert 2011 (108,1 Mio. Euro) enthielt Zinszahlungen auf eine Steuererstattung in Höhe von 9,2 Mio. Euro, während im Berichtsjahr aus der weiteren Abwicklung der im vergangenen Jahr positiv beschiedenen Einspruchsersuchen ein Sondereffekt von 4,9 Mio. Euro anfiel.

Einer Abnahme der Erträge um 2,4 % – vorrangig bedingt durch den gesunkenen Provisionsüberschuss – stand ein moderater Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 2,0 % gegenüber. Die Cost-Income-Ratio nahm von 68,0 % im Vorjahr auf 71,0 % zu. Die Eigenkapitalrendite (vor Steuern) sank auf nach wie vor sehr gute 17,3 % (Vorjahr 21,2 %).

Ergebnis vor Steuern der comdirect Gruppe
Ergebnis nach Steuern je Aktie

Von den Gesamterträgen entfielen 155,5 Mio. Euro (Vorjahr 143,8 Mio. Euro) oder 46,6 % (Vorjahr 42,1 %) auf Erträge, die mit dem Einlagengeschäft und der Steuerung des Treasury-Portfolios zusammenhängen: Zinsüberschuss, Ergebnis aus Finanzanlagen, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen. Diese Ertragskomponenten werden ganzheitlich betrachtet, da sie teils gegenläufig auf Marktzinsentwicklungen reagieren.

Die Ertragsteuern beliefen sich auf 18,9 Mio. Euro. Enthalten ist eine Steuererstattung, die sich mit rund 5,5 Mio. Euro positiv auf den Steueraufwand auswirkt, und aus der weiteren Abwicklung von im Vorjahr positiv beschiedenen steuerlichen Einspruchsersuchen resultiert. Diese stehen im Zusammenhang mit einem Steuereinspruchsverfahren, das die Nichtanerkennung von Teilwertabschreibungen auf Auslandsbeteiligungen im Geschäftsjahr 2001 betraf und im November 2011 im Sinne der Bank entschieden worden war. Im Geschäftsjahr 2011 ergab sich hierdurch eine Steuerentlastung in Höhe von 32,4 Mio. Euro.

Der Konzernüberschuss in Höhe von 73,4 Mio. Euro (Vorjahr 111,8 Mio. Euro) entspricht einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,52 Euro (Vorjahr 0,79 Euro).

Das Gesamtergebnis der comdirect Gruppe in Höhe von 117,6 Mio. Euro (Vorjahr 92,4 Mio. Euro) enthält zusätzlich die Veränderung der Neubewertungsrücklage (s. Note (52)).

Zinsüberschuss vor Risikovorsorge
Zinsüberschuss im Quartalsvergleich

Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2013 in Hamburg vorschlagen, den nach HGB ermittelten Bilanzgewinn der comdirect bank AG in Höhe von 62,1 Mio. Euro für eine Dividende von 0,44 Euro (Vorjahr 0,56 Euro) je Aktie zu verwenden. Ausgehend vom Konzernüberschuss des comdirect Konzerns nach IFRS ergibt sich daraus eine Einstellung in die Gewinnrücklage von 11,2 Mio. Euro.

Zinsüberschuss und Risikovorsorge

Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge liegt mit 151,8 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (150,8 Mio. Euro). Im Jahresverlauf machte sich allerdings die Entwicklung der Geldmarktzinsen und Anleiherenditen bemerkbar; im ersten Quartal lag der Zinsüberschuss noch über, im vierten Quartal jedoch um 14,5 % unter dem Vergleichswert 2011. Der marktbedingte Rückgang der Zinserträge aus der Anlage von Kundeneinlagen konnte durch die unterjährige Anpassung der Konditionen bei Tages- und Termingeldern nur teilweise aufgefangen werden, sodass sich die durchschnittliche Zinsmarge verringerte. Ein moderater Gegeneffekt ergab sich aus dem Zuwachs des Einlagenvolumens.

Auf Gesamtjahressicht beruhten die Zinserträge in Höhe von 263,9 Mio. Euro (Vorjahr 269,1 Mio. Euro) zu 62,5 % (Vorjahr 56,7 %) auf Erträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie zu 37,0 % (Vorjahr 42,8 %) auf fest und variabel verzinslichen Wertpapieren (Available for Sale). Die Zinsaufwendungen summierten sich auf 112,1 Mio. Euro (Vorjahr 118,2 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für die Risikovorsorge lagen mit 4,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (1,3 Mio. Euro). Wesentlicher Grund ist die im September 2012 vorgenommene Umstellung der Visa-Karte von einer Debit- auf eine Kreditkarte mit wöchentlicher Abrechnung (s. Adressenausfallrisiken). Dem Risiko aus den eingeräumten Kreditrahmen haben wir durch zusätzliche Rückstellungen Rechnung getragen.

Nach Risikovorsorge belief sich der Zinsüberschuss auf 147,4 Mio. Euro (Vorjahr 149,5 Mio. Euro).

Ergebnis aus Finanzanlagen

Zum Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 3,7 Mio. leisteten vor allem Umschichtungen innerhalb der Spezialfonds einen positiven Beitrag. Der Vorjahreswert (– 6,0 Mio. Euro) war insbesondere durch Veräußerungsverluste und Impairments geprägt. Im ersten Quartal 2012 hat sich die comdirect bank an der Umschuldung Griechenlands beteiligt. Im Austausch für die einzige noch gehaltene und bereits weitgehend abgeschriebene griechische Staatsanleihe erhielt die Bank neue Schuldverschreibungen, die umgehend veräußert wurden. Hieraus resultierte ein geringfügiger Verlust von 0,1 Mio. Euro. Die Aufwendungen aus Wertminderungen lagen mit – 0,6 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (– 2,9 Mio. Euro).

Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Zur Sicherung einzelner Positionen gegen Wertverluste wurden auch im Berichtsjahr Zinsswaps eingesetzt. Das Nominalvolumen verringerte sich im Berichtsjahr leicht auf 118 Mio. Euro (Ende 2011: 123 Mio. Euro). Da sich die Zinsswaps für eine effektive Fair-Value-Hedge-Beziehung qualifizieren, werden die Bewertungsergebnisse von Grund- und Sicherungsgeschäften im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Dieses belief sich im Berichtsjahr auf – 8 Tsd. Euro (Vorjahr 49 Tsd. Euro).

Ein Handelsergebnis war anders als im Vorjahr (– 1,1 Mio. Euro) nicht auszuweisen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss summierte sich auf 166,4 Mio. Euro und lag damit um 8,9 % unter dem Vorjahreswert (182,6 Mio. Euro).

Verantwortlich dafür war in erster Linie der Rückgang des Provisionsüberschusses aus dem Wertpapiergeschäft auf 147,0 Mio. Euro (Vorjahr 166,0 Mio. Euro). Hintergrund ist, dass im Vorjahr bedingt durch die Katastrophe in Japan sowie höhere Marktvolatilitäten im Zuge der Eurokrise ein außerordentlich aktiver Handel stattfand. Der im Vergleich zur Entwicklung der Orderzahlen leicht überproportionale Rückgang geht auf den höheren Anteil des CFD-Handels zurück, in welchem der Ertrag je Trade geringer ausfällt. Ansonsten wies der Ertrag je Order – auch im Rahmen von Flat-Fee-Aktionen – eine weitgehend stabile Entwicklung auf. Die Vertriebsfolgeprovisionen im Fondsgeschäft übertrafen aufgrund des höheren Fondsvolumens den Vorjahreswert.

Der Provisionsüberschuss aus Zahlungsverkehr zeigte wie im Vorjahr einen Anstieg. Er nahm um 3,5 % auf 9,9 Mio. Euro (Vorjahr 9,6 Mio. Euro) zu. Dies ist durch die höhere Zahl der Girokonten und die mit dem Zahlungsverkehr anfallenden Gebühren und Kartenerträge zu erklären.

Provisionsüberschuss
Provisionsüberschuss im Quartalsvergleich

Die sonstigen Provisionen lagen mit 9,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert (7,0 Mio. Euro). Ursachen sind ein größerer Beitrag der Beratungsfelder sowie ein Zuwachs bei der Vermittlung von Konsumentenkrediten. Dagegen änderte sich das Vermittlungsvolumen in der Baufinanzierung PLUS nur unwesentlich (s. Geschäftsfeld B2C).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 11,5 Mio. Euro ist wie im Vorjahr beeinflusst durch die weitere Abwicklung der im vergangenen Jahr positiv beschiedenen steuerlichen Einspruchsersuchen. Insgesamt wird ein Betrag von 4,9 Mio. Euro ausgewiesen, der aus Zinszahlungen des Finanzamts und Erstattungen der Commerzbank AG aufgrund des damaligen steuerlichen Organschaftsverhältnisses resultiert. Zudem enthält das Ergebnis eine Einmalzahlung der Commerz Direktservice GmbH in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Hintergrund ist die vorzeitige Beendigung der Dienstleistungsvereinbarung aufgrund des Umzugs der Gesellschaft. Für die Nutzung technischer Infrastruktur erhielt comdirect eine Abstandszahlung, der allerdings eine Sonderabschreibung in geringerem Umfang gegenübersteht. Ebenfalls im sonstigen Ergebnis enthalten ist die Zahlung eines Vertriebspartners der comdirect bank. Daneben führte die Auflösung von Rückstellungen und Accruals zu höheren Ergebnisbeiträgen als im Vorjahr.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Vorjahres (15,1 Mio. Euro) war stark durch die Zinserträge im Zusammenhang mit der oben genannten Steuererstattung geprägt.

Verwaltungsaufwendungen

Der moderate Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um 2,0 % auf 236,7 Mio. Euro (Vorjahr 232,1 Mio. Euro) spiegelt die Wachstumsorientierung der comdirect Gruppe wider.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 2,2 % auf 69,0 Mio. Euro (Vorjahr 67,5 Mio. Euro). Der Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf die höhere Mitarbeiterzahl sowie Gehaltsanpassungen zurückführen. Kostensenkend wirkten sich geringere Abgrenzungen für erfolgsabhängige Vergütungskomponenten aus.

Der Sachaufwand lag mit 152,2 Mio. Euro um 3,0 % über dem Vorjahreswert (147,9 Mio. Euro). Unter anderem wirkte sich der Anstieg von Beratungs- und Kommunikationsaufwendungen aus, der zum großen Teil im Zusammenhang mit dem Ausbau des Produkt- und Servicespektrums der Bank steht. Aufwendungen für externe Dienstleistungen bewegten sich ebenfalls über dem Vorjahreswert. Die Marketingaufwendungen zeigten trotz der Intensivierung unserer Kampagnen im vierten Quartal im Jahresvergleich einen moderaten Rückgang, der die Zurückhaltung im ersten Halbjahr 2012 widerspiegelt. Die übrigen Sachaufwendungen zeigten keine wesentlichen Veränderungen.

Die Abschreibungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahreswert (16,7 Mio. Euro) um 7,4 % auf 15,5 Mio. Euro. Auf immaterielle Anlagewerte entfielen 11,0 Mio. Euro. Sie gehen unter anderem auf die planmäßige Abschreibung selbst erstellter Software sowie des im Jahr 2006 erworbenen Amex-Kundenstamms zurück. Der Vergleichswert 2011 (12,7 Mio. Euro) enthielt darüber hinaus außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro. Die Zunahme der Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,0 Mio. Euro) war insbesondere durch die Sonderabschreibung in Höhe von 0,7 Mio. Euro auf technische Infrastruktur im Zusammenhang mit der Beendigung der Dienstleistungsvereinbarung mit der Commerz Direktservice GmbH bedingt.