Sie sind hier: Konzernlagebericht Lagebericht Geschäftsfeld B2B  

Quickfinder

Geschäftsfeld B2B

Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld B2B

Im zehnten Jahr ihres Bestehens hat ebase ihre positive Entwicklung als eine der führenden B2B-Direktbanken fortgesetzt. Vor allem im Kundensegment der Versicherungsgesellschaften und Kapitalanlagegesellschaften ist es gelungen, die Zahl der Depots und der Assets under Management zu steigern. Ein wichtiges Ereignis in 2012 war in diesem Zusammenhang die Übernahme der Depotführung für Generali Investments. Zugleich war ebase damit erfolgreich, das Produkt- und Leistungsspektrum in den Bereichen Banking und Brokerage maßgeblich auszubauen, um auf Marktanforderungen flexibel reagieren zu können und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielsegmente abzudecken.

Depots und Depotvolumen

Zum Jahresende 2012 führte ebase 895,6 Tsd. Depots (Vorjahr 899,7 Tsd. Depots). Das von ebase verwaltete Vermögen stieg überproportional auf 20,85 Mrd. Euro an (Vorjahr 16,56 Mrd. Euro). Der Anstieg ist auf Kurseffekte sowie auf Mittelzuflüsse institutioneller Kunden zurückzuführen. Das durchschnittliche Depotvolumen erhöhte sich um 26,4 % auf 23,3 Tsd. Euro (Vorjahr 18,4 Tsd. Euro).

Im Kundensegment der unabhängigen Finanzberater, Vermögensverwalter und Haftungsdächer machte sich die schwache Absatzsituation bei Investmentfonds bemerkbar; die Zahl der Endkunden nahm hier leicht ab, während bei den Assets under Management die moderaten Mittelabflüsse durch positive Kurseffekte mehr als ausgeglichen wurden. Das auf Depots für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) entfallende Fondsvolumen erhöhte sich im Jahresverlauf um 20,0 % auf 1,45 Mrd. Euro (Ende 2011: 1,21 Mrd. Euro).

Die im Berichtsjahr gestartete standardisierte Vermögensverwaltung mit dem ebase Managed Depot befand sich zum Jahresende noch in der Pilotphase und hatte insofern keinen nennenswerten Einfluss auf Depotvolumen und Kundenzahl.

Depots B2B zum 31.12.
Betreutes Kundenvermögen B2B zum 31.12.

Über 85 % der Depot- und Kontoprodukte wurden zum Jahresende in partnerspezifischer Konfiguration angeboten; der Anteil hat damit gegenüber dem Vorjahr (rund 83 %) leicht zugenommen. Dabei verschob sich das Gewicht weiter in Richtung der White-Label-Produkte für Versicherungen.

Konten und Einlagenvolumen

Das Einlagenvolumen reichte mit 97 Mio. Euro zum Jahresende 2012 nicht an den Vorjahreswert (134 Mio. Euro) heran. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass ein Großteil der Festgelder aufgrund der zwischenzeitlichen Anpassung der Basis-Konditionen an die Marktzinsentwicklung nicht verlängert wurde. Entsprechend befand sich der größte Teil des Einlagenvolumens auf den mit dem Depot fest verknüpften Verrechnungskonten (Konto Flex). Diese werden derzeit noch vorwiegend für Erlöse aus Fondsverkäufen genutzt, stehen aber auch für die Aufnahme auslaufender Gelder aus Versicherungspolicen sowie als vollwertiges, online-fähiges Konto für den Zahlungsverkehr zur Verfügung. Hier erhöhte sich das Einlagenvolumen auf 52 Mio. Euro (Vorjahr 50 Mio. Euro). Von der Möglichkeit des von ebase angebotenen Zinssponsorings wurde seitens der Partner im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum Gebrauch gemacht.

Ertragslage im Geschäftsfeld B2B

Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds B2B in Höhe von 9,4 Mio. Euro lag um 9,3 % über dem Vorjahreswert (8,6 Mio. Euro). Die Erträge erhöhten sich auf 47,6 Mio. Euro (Vorjahr 43,4 Mio. Euro), während die Verwaltungsaufwendungen auf 38,2 Mio. Euro (Vorjahr 34,8 Mio. Euro) zunahmen. Die Cost-Income-Ratio blieb annähernd stabil und belief sich auf 80,3 %, verglichen mit 80,2 % im Geschäftsjahr 2011.

Der Provisionsüberschuss stieg aufgrund des gewachsenen Fondsvolumens um 11,9 % auf 46,1 Mio. Euro (Vorjahr 41,2 Mio. Euro) an. Die Depotführungsentgelte lagen dagegen leicht unter dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss verringerte sich aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus auf 666 Tsd. Euro (Vorjahr 888 Tsd. Euro).

Der Rückgang des sonstigen betrieblichen Ergebnisses auf 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,5 Mio. Euro) beruhte insbesondere auf geringeren Erträgen aus der Auflösung von nicht verbrauchten Rückstellungen und Accruals. Dagegen wurde ein höheres Volumen von IT-Leistungen an Partner verrechnet.

Der Zuwachs der Verwaltungsaufwendungen resultierte aus dem Anstieg des Sach- und Personalaufwands. Der Sachaufwand enthält höhere Beratungsleistungen im Zusammenhang mit produktbezogenen Entwicklungsprojekten sowie höhere Porto- und Versandkosten im Rahmen einer Überarbeitung unserer Formulare. Darüber hinaus lagen die abwicklungsbedingten Kosten über dem Vorjahreswert. Maßgeblich waren hier die Anbindung eines zusätzlichen Outsourcingpartners zur Flexibilisierung des Geschäftsmodells sowie höhere Aufwendungen im Zuge der Teilliquidation einiger offener Immobilienfonds. Die Zunahme der Personalkosten von 15,2 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro folgt aus der im Jahresdurchschnitt höheren Mitarbeiterzahl und gestiegenen Fixgehältern.

Ergebnis vor Steuern B2B
Cost-Income-Ratio B2B